Von Bolognese bis zu Polonaise

„Leute, schnallt euch an! Vor uns fährt die Polizei und winkt uns raus. Dies ist KEINE Übung!!!“

 

Was als gewöhnliches, zweimal jährlich stattfindendes Probenwochenende des Jazzchores vom 28.02. bis 01.03.2020 geplant war, begann mit einer großen Debatte darüber, welches Lied wir singen sollten. Denn das aufregende Ereignis, von der Autobahnstreife aus dem Verkehr gezogen zu werden, wollte natürlich musikalisch unterstrichen werden. Leider scheiterte dieses Vorhaben an unserer spontanen Unentschlossenheit, was bei unserem vielfältigen Repertoire nicht verwunderlich ist.

 

Nach diesem Abenteuer ging der Abend für uns On top of the world weiter. Während der Alt rappen lernte und sich ein Battle lieferte, klatschten und blubberten sich alle Sänger*Innen entspannt in den Abend. Dabei wurden wir über das gesamte Wochenende von Kinderlachen begleitet, denn einige unserer Chormitglieder*innen sind inzwischen Eltern geworden. Wer weiß, vielleicht gründen wir bald einen Nachwuchschor.

 

Den nächsten Höhepunkt erlebten wir am darauffolgenden Tag beim Mittagessen, denn in der Küche der Jugendherberge gab es DIE heiß ersehnte Grünkernbolognese (kein Witz, das Zeug ist super lecker!). Nach diesem Highlight begann der Nachmittag mit einem etwas düsteren Kanon: „Darkness shades me, death is now a welcome guest”. Da konnte der verbleibende Tag ja nur noch besser werden. Bis in den Abend hinein probten wir an alten und neuen Stücken. Nach so viel harter Arbeit hatten wir uns einen geselligen Ausklang mit Unterhaltung erster Klasse verdient. Und was eignete sich dafür besser als eine Mini-Playback-Show? An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Künstler*Innen für den Beitrag bedanken. Ihr habt unsere Herzen erwärmt und unsere Lachmuskeln aktiviert.

Nach einer für manche von uns viel zu kurzen Nacht starteten wir entspannt mit Yoga, einer Polonaise und Limbo zu Follow me in den Sonntag. Mit so viel frischer Energie waren wir bestens gerüstet für einen Gesamtdurchlauf aller Konzertstücke. Dabei konnte die Jazzchor-Interpretation von Smile selbst unserem Chorleiter Micha ein Lächeln hervorlocken - und das will was heißen!

 

Dann ging es ans Aufräumen und Packen und schon saßen wir wieder im Bus auf der Rückfahrt nach Dresden. Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit verflogen ist. Doch bekanntermaßen ist nach dem Probenwochenende vor dem Probenwochenende. Bis dahin müsst ihr jedoch nicht auf den Jazzchor Dresden verzichten. Anfang April findet unser Springtime-Konzert in Meißen statt. Und wer einfach nicht genug von uns bekommen kann, der darf sich auf das verlängerte Wochenende vom 1. Mai-Feiertag freuen, denn da veranstaltet Leipzig das Chorfest.

 

Die Fahrtkosten zu diesem Projekt werden durch den Sächsischen Musikrat gefördert und mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.